Connect in 3D

 

Diese „Art As Everyday Encounter“ Performance fand während des 1. Lockdowns von 27. Mai – 10. April 2020 statt. Der Grund dieser Performance war es dem Bedürfnis und Wunsch nach nicht virtuellen (also realem körperlichen, dreidimensionalen) Austausch nachzugehen und diesem Ausdruck zu verleihen. Via mail lud ich Freunde und Bekannte ein an den verschiedenen Aktionen teilzunehmen.

                                                        Folgende Aktionen fanden statt als Kunstperformance statt:

Abendessen mit Freunden

Lebensmittel einkaufen

Party mit Freunden

Gemeinsam Kaffeetrinken

Geschenk

Spontane Aktion

Abendessen mit Freunden

Ich bereitete ein Abendessen für alle angemeldeten Freunde zu.

Wer im Lieferumkreis wohnte erhielt das Dinner zubereitet nach Hause. Wer außerhalb des Liefergebiets wohnte bekam eine Einkaufsliste + Rezept, zum selber Kochen.

Zudem erhielt jeder Teilnehmer einen mp3 Track mit einer gesprochenen Abendessens-Unterhaltung. Mit dieser Aufnahme könnten alle, bei sich zuhause, so tun als wären sie tatsächlich zum Essen bei mir. Der Track enthielt die Wegbeschreibung zu mir, eine gemeinsame Unterhaltung und endete in der Überlegung wie bekannte Pop-songs wohl klingen würden, wären sie für Wale geschrieben.

Grund: Ausgleich schaffen für die momentane Situation, in der es nicht möglich ist Freunde für ein gemeinsames Essen einzuladen.

Zeit: Dienstag 5. Mai

An dieser Performance nahmen 16 Haushalte (Familien, Singlehaushalte und Wohngemeinschaften) aus ganz Europa teil. 

 

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Einkaufs Performance 

Ich verschickte Schritt für Schritt Anleitung wie der Lebensmittel-Einkauf zur Performance wird.

Erfahrungsbericht von Jana über ihre Einkaufs Performance in Schweden:

Verkleidet habe ich mich (auf Grund mangelnder Verfügbarkeit im schwedischen Kleiderschrank ) als New Yorker Modemagzin Mitarbeiterin, die das erste mal zum Supermarkt darf.

Das erste mal in meinem (erwachsenen) Leben habe ich das Haus mit Hut verlassen. Ich habe mich zuerst extrem unwohl gefühlt und dachte, dass alle starren werden, außerdem kann man mit Hut nicht schnell laufen. Sehr schlecht. Aber die richtige Playlist und dann wurde es entspannter.

Die anderen Menschen haben nicht so stark gestarrt wie ich dachte aber ich wurde anders behandelt an der Kasse. Und Menschen haben mir mehr Platz gemacht (in corona Zeiten vielleicht nicht das Schlechteste).

Fazit 1: in verzweifelten Situationen wird man doch zum Kind: verkleiden = ganz viel Schmuck und ein unpassendes Kleid

Fazit 2: traue nie Menschen die schnell laufen trotz Hut - das kann nicht mit rechten Dingen zugehen

Fazit 3: um sich als New Yorker zu fühlen muss man nicht nach New York - Sinatra und Hut helfen

 

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Party mit Freunden

Ich verteilte eine Anleitung wie eine Party zuhause allein zur Performance werden kann. Dabei konnte sich jeder Teilnehmer aussuchen, auf was für eine Party er oder sie gerne gehen möchte, was er oder sie dabei tragen möchte usw..

Wir feierten alle zur selben Zeit, jeder bei sich zuhause, ohne uns dabei zu sehen oder zu hören.

Im Anschluss, teilten alle Teilnehmer ihre Party-Erfahrung anhand eines Fragebogens.

Grund: Verbindung durch eine gemeinsame Tätigkeit aufbauen ohne sich dabei virtuell zu begegnen

Samstag 2. Mai 22.00

Es wurde u.a. eine Pyjamaparty, eine Hochzeit und eine Hausparty mit Freunden; bei der man
sich auch tanzender weise über den Boden rollen kann gefeiert.

Es wurden Geschichten vorgelesen, traumhaft geschlummert (eine Besucherin der Party verschlief sogar die ganze Party - obwohl sie sich sehr darauf gereut hatte), es gab Hochzeittänze, einen Pfarrer mit Brille und selbst geschmiedete (alias gebogene) Ringe aus Silberdraht.

 

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Kaffee trinken mit Freunden

Ich war für 4 Stunden via What´s App Video Call verfügbar, um mit jedem der möchte, bei mir zuhause, Kaffee zu trinken. Während den virtuellen treffen, tat ich so, als wäre meine Besucher hier vor Ort. Wer mich noch nicht zuhause besucht hatte, bekam eine Wohnungsführung.

Grund: Ausgleich schaffen für all die nicht stattgefunden Kaffee treffen mit Freunden

Zeit: Freitag 1. Mai 13.00-17.00 / Donnerstag 7. Mai 13.00pm-17.00pm

Insgesamt waren 6 Freunde für jeweils eine Stunde beim Kaffee zu mir.

4 Wohnungsführungen, Klatsch und Tratsch, tiefsinnige und lustige Gespräche, sehr viel Kaffee

 

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Geschenk

Teilnehmer der Performance konnten sich von mir ein Geschenk wünschen.

Ich schickte oder legte es vor deren Haustüren ab.

Grund: Ausgleich schaffen für den Mangel an drei dimensionalen Austausch

Zeitrahmen: 27. Mai - 10. April

Ich verteilte Dosentelefone, damit wir trotz Abstand noch Geheimnisse teilen können.

Im Austausch bekam ich selbst gemachte Rasseln (Damit ich mich fühlen kann wie in Venezuela; Caracas), kleine Mais und Artischockenpflanzen, Gomasio, Popcorn und viele Selfies von glücklich Beschenkten.

Insgesamt verschenkte ich 9 Geschenke.

 

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Spontane Aktion

Ich teilte Zeiten und genaue Plätze mit, an denen man mich spontan auf der Straße treffen könnt.

Unter Einhaltung der geltenden Hygienemaßnahmen waren alle ohne Anmeldung eingeladen mich zu sehen.

Zeit: Mittwoch 29 April 12.00-12.30 Alte Feuerwache + Kurpfalzbrücke, Mannheim / 12.35-13.00 Neuer Messplatz, Freitag 8. Mai 17.00-17.30 Jungbuschbrücke und Hafen/ 18.00-19.30 G Quadrate + Marktplatz

Niemand kam, ich habe mich selten so einsam gefühlt und Angst bekommen dass wir uns vielleicht ab jetzt viel seltener draußen, spontan treffen werden als ohne Pandemie.

Rückblickend muss ich feststellen, dass ich trotz Lockdown viele Spontane treffen hatte. Nur an anderen Orten als sonst, nämlich in Parks und im Wald - nicht in der Stadt.

 

Wenn du möchtest dass es mehr Projekte des Formats "Art As Everyday Encounter" geben soll, dir meine Ausstellung gefallen hat und du meine Kunst unterstützen magst, dann Spende in den virtuellen Hut.

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