Autonomy of pleasure

 

Was bedeuten Sexualität und Erotik für uns heute in der westlichen Welt? Welchen Einfluss hat die Gesellschaft bei der Formung der individuellen sexuellen Identität?

Wie und wo finden wir das Mysterium des Anderen, das die Erotik ausmacht?

Die Tanzperformance Autonomy of Pleasure geht Fragen nach der ewigen Aufrechterhaltung eines Bildes von Sexualität nach, das eine radikale Singularität des Anderen verleugnet, und zielt darauf ab, vertraute Denk- und Wahrnehmungsgewohnheiten über Sexualität, Erotik und Lust zu hinterfragen, in der Hoffnung, neue

Sichtweisen offenbaren zu können. Da die Sexualität eines Menschen nicht mit der eines anderen

identisch ist, kann sie nur miteinander erlebt werden, in Fragmenten, die tief aus dem Inneren des Körpers nach außen dringen.

 

 

Team

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Miriam Markl

Konzept, Choreographie, Kostüm, Requisite, Projektleitung

Sie lebt und arbeitet seit 2017 als freie Bewegungskünstlerin in Mannheim und forscht an der Schnittstelle zwischen Kunst und Alltag.

Ihre choreographische Arbeit vermischt sie performative Ansätze und Tanz.

Miriam zeigt ihre Produktionen im Theater, im ländlichen Raum, in Discos und Museen, um Publikum zu erreichen, das sonst eher selten ins Theater geht.

„Antrieb meiner Arbeit ist: Selbstbefähigung meiner selbst, meiner Tänzerinnen und Tänzer, meiner Kooperationspartnerinnen und -partner und des Publikums zum selbstbestimmten Denken und Handeln.“

2018 initiierte sie das Projekt „No Pain Big Gain“ und nahm am Mentoring-Programm für junge Choreographen „Gummitwist“ teil.

Mit dem Musiker Andreas Haslacher war sie mit der Straßenperformance „catch“ in Deutschland, Italien und der Schweiz auf Tour.

Ihre Stücke mit dem LOBA PROJECT wurden in Mannheim, Berlin, Bamberg und in Rettigheim gezeigt.

Im Rahmen von Dis-Tanz Solo vertiefte sie 2021 ihre künstlerische Forschungsarbeit in den Bereichen Erotik im Tanz und schuf das

 abendfüllende Stück „WirsindalsosindWir“ zum Thema Kunst und Feminismus im Rahmen des Festivals „Bodies at Resistance".

Nach ihrem Tanzstudium, das sie in Nürnberg und Mannheim 2013-2017 absolviert hat, folgten Weiterbildungen und Intensives u.a. im Bereich Improvisation/Komposition u.a. mit Maya Carroll, Mark Thomkins und der Judith Sanches Ruiz.

Als Tänzerin war sie am Theater und Orchester Heidelberg und mehrfach an der Staatsoper Stuttgart engagiert und tanzte für viele freie ChoreographInnen.

Miriam ist außerdem gelernte Schneiderin und arbeitete 2011-2013 freiberuflich und in Festanstellung als Kostümbild-Assistentin u.a. am Gärtnerplatztheater in München.

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Evelina Winkler

Kamera/Schnitt für den Film zum Stück

Sie ist freiberufliche Filmemacherin und Fotografin aus Mannheim.

Nach ihrem Studium der Medien- und Kulturwissenschaften in Düsseldorf, arbeitete sie in Filmproduktionen, im Videojournalismus und für die Deutsche Welle in Bolivien. Dabei hat sie sich insbesondere dem Dokumentarfilm verschrieben.

In ihren Arbeiten spielen feministische Perspektiven, Alltagswiderstand ("everyday resistance") und Themen rund um Stadt und Migration eine wichtige Rolle. Momentan arbeitet sie als Autorin und Regisseurin an dem Dokumentarfilm „SUPERBOHATERKI*Superheldinnen“ (80min), der Akten des Widerstands und neue Selbstentwürfe von Frausein unter einer nationalkonservativen Regierung im heutigen Polen folgt.

Sie ist Mitbegründerin der Dokumentarfilm-Initiative Cintetaya, die Workshops im interkulturellen Kontext anbietet. Sie sieht Dokumentarfilm einerseits als künstlerische Ausdrucksmöglichkeit, und zum anderen als Mittel, um in Kontakt zu treten, Austausch zu kreieren und gewohnte Perspektiven herauszufordern.

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Angela Wendt

Dramaturgie, Assistenz der Produktionsleitung

Dr. Angela Wendt studierte Germanistik, Medien- und Kommunikationswissenschaften und Französisch und promovierte im Fach Germanistik (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft) an der Universität Mannheim. Sie ist seit 2000 dort Lehrbeauftragte und bietet Seminare mit den Schwerpunkten Theater und Theaterpraxis an. Am Nationaltheater Mannheim hat sie u.a. bei den Internationalen Schillertagen und beim Mozartsommer mitgearbeitet und war für die Kooperation von Universität und Nationaltheater zuständig.

Seit 2015 ist sie Freie Dramaturgin im Schauspiel, seit 2018 auch im Tanz. Im Theater Felina-Areal arbeitet sie im Schauspiel mit dem Neuen Ensemble und Rainer Escher zusammen, zuletzt bei Wilhelm Reichs „Rede an den Kleinen Mann“ (2019), Alain Badious „Ahmed der Philosoph“ (2019) und Anni Ernaux „Leben. Schreiben“ (2020), Ferdinando Camons „Das Grauen der Therapeuten. Die Krankheit Mann“ (Premiere 2021).

Im Tanz arbeitet sie mit verschiedenen Choreograph*innen zusammen, unter anderem mit Stefano Giannetti: „Die Macht der Kunst“ (2019), Amelia Eisen und Kirill Berezovski: „Project Warrior“ (2019). Sie tanzt selbst (wieder) seit 2002 und unterrichtet als ausgebildete ADTV-Tanzlehrerassistentin in der Tanzschule Knöller in Ludwigshafen.

Zusammen mit Jan Roelof Wolthuis organisiert sie seit 2019 verschiedene Lied-Projekte, zuletzt zu Brahms und Hölderlin.

Mit dem Kulturbüro Chamäleon hat sie sich 2019 selbständig gemacht: www.kultur-wendt.de

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Catherine Guerin

Entwicklung der Texte für das Stück, künstlerisches Mentoring

Geboren in New York, kam sie nach einer vielseitigen Tanz- und Theaterausbildung 1988 nach Europa. Dort tanzte sie zunächst in verschiedenen deutschen Tanzkompanien und kam schließlich 1991 zu Liz King nach Heidelberg. Seitdem arbeitet sie als freiberufliche Choreografin, Feldenkrais-Praktikerin, Bewegungspädagogin und Performerin. In ihrer Arbeit widmet sie sich der Erforschung verschiedener Aspekte des Zusammenspiels von Tanz, Sprache, Literatur und darstellender Kunst. Sie ist außerdem Gründerin des Performance- und Forschungsprojekts "Choreographie heute" an der Theaterwerkstatt Heidelberg. Im Rahmen dieses Projekts kreierte sie Performances sowohl mit professionellen Tänzern, als auch mit Amateuren. Seit 2015 ist sie Dozentin für Tanz und Bewegung an der Theater Akademie Mannheim.

Tänzerinnen und Tänzer

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Cecilia Ponteprimo

aus Turin (IT) lebt seit 2018 als freiberufliche Tänzerin, Choreografin und Tanzlehrerin in Heidelberg.

2017 schloss sie ihr Tanzstudium an der Amsterdamer Universität der Künste erfolgreich ab und tanzte dort u.a. in Stücken von Igor & Moreno, Loic Perela, Liat Waysbort & Grainne Delaney, Cecilia Moisio, Nadia Bekker.
Sie war Mitglied der niederländischen Kompanie "DE STILTE" (2016-2018) und danach als freiberufliche Tänzerin mit verschiedenen in Deutschland ansässigen Choreografen tätig, u.a. Maura Morales, Paolo Fossa, Minka Marie Heiss und Martina la Bonté, Fabian Cohn und Domenico Strazzeri sowie Amelia Eisen, Jonas Frey, Miriam Markl und Julie Pécard.

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Rouven Pabst

absolvierte sein ein Bachelorstudium in Zeitgenössischem und Klassischem Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main 2015. Dort arbeitete er u.a. mit William Forsythe, Regina van Berkel und Marguerite Donlon zusammen.

Als freiberuflicher Tänzer trat er in verschiedenen Musiktheater- und Tanzproduktionen auf, u.a. am Staatstheater Wiesbaden, Nationaltheater Mannheim, Oper Frankfurt, Opernhaus Zürich/ Théâtre des Champs-Élysées Paris, Salzburger Festspiele und mit der freien Company co>labs.
Momentan ist Rouven in Frankfurt beheimatet und unterrichtet dort Contemporary und Show Dance. Seit 2020 ist er leitender Dozent in der Tanzlehrer-Akademie des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbands e. V. (ADTV) für Contemporary .

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Lorenzo Ponteprimo

ursprünglich aus Italien, lebt als freier Tänzer, Choreograph und Tanzlehrer in Heidelberg. Er studierte Kunst an der High School von Torino und Parma in der Abteilung für Architektur und Design.
Sein Tanzhintergrund besteht aus Hip-Hop, Musiktheater und vielen anderen Tanzstilen. Schließlich spezialisierte er sich auf zeitgenössischen Tanz und machte 2015 seinen Abschluss an der Codarts, Rotterdam Dance Academy.
Als Tänzer arbeitete er mit Conny Janssen, Regina van Berkel, Nanine Linning, Edan Gorlicki, Domenico Strazzeri, Agnieszka Jachym, Ricardo Fernando, Paolo Fossa, Eric Trottier, und Eva Borrmann.
Als Lehrer entwickelt er seine eigene Methode, die sich auf die Freisetzung von kreativem Verhalten konzentriert. Indem er alle Bewegungstechniken, die er kennengelernt hat, mit Atemarbeit und hoher mentaler Bewusstheit kombiniert.

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Sarah Herr

ist Tänzerin, Choreografin, Tanz-/Zirkuspädagogin und Kulturvermittlerin (M.A.) mit dem Schwerpunkten Diversität und Migration.

Ihre Tanzausbildung absolvierte sie an der Schule für Tanz, Improvisation und Performance (TIP) in Freiburg und in den Niederlanden.

Seit 2010 tanzt sie in diversen Ensembles und Tanzcompagnien in den Niederlanden, Israel und in Deutschland (u.a. Tanztheater Gabriela Lang, Tanztribüne Karlsruhe, Dansimprovisatie Iris
van Peppen, Guerilla Dance Haifa, Ensemble Patricia Wolf & Dancers, Sasha Waltz & Guests/ZKM, Compagnie Didier Théron).

Ihre eigene Arbeit ist geprägt von dem Interesse und der Erfahrung in dem Bereichen Instant Compostion, Contact Improvisation, Akrobatik/Partnering und Release-Floor-Work, sowie dem Ansatz Laban-Bartenieff.
Gemeinsam mit Meret Rufener gründete sie 2016 das 5elefants
tanzkollektiv, das seitdem an der Schnittstelle von Tanz, Performance und Bewegungstheater, sowohl als Duett als auch in Kollaboration mit anderen Künstler:innen arbeitet.

Ihre Ausbildung zur Zirkuspädagogin absolvierte sie im ZAK (Köln) und arbeitet seit über 10 Jahren als Zirkuspädagogin und unterrichtet Luftakrobatik, Partnerakrobatik, Jonglage und Bewegungstheater. Als freiberufliche Kulturvermittlerin / Kulturmanagerin gibt und organisiert sie Seminare und Veranstaltungen zu diversitätsbewusster Bildung und arbeitet als Produktionsleitung und Kulturmanagerin für Tanzensembles und freie Tanzschaffende. Sie lebt seit2019 in Mannheim und ist Mutter eines dreijährigen Sohnes.
www.sarah-herr.de /// www.5elefants.com

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Kooperationspartner

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Amalie Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution

Die Beratungsstelle Amalie gibt es seit Juli 2013. Sie befindet sich in Trägerschaft des Diakonischen Werkes Mannheim.

Grundlage für die Gründung der Beratungsstelle war eine wissenschaftliche Masterthesis von 2010 und ein darauf aufbauendes Handlungskonzept von Seiten der SRH Hochschule Heidelberg, Fachbereich Soziale Arbeit.

Anfang 2012 wurde aus Eigenmitteln des Diakonischen Werkes eine Projektleitung eingestellt mit dem Ziel, die Beratungsstelle aufzubauen und die Finanzierung zu sichern. Parallel dazu wurde der „Runde Tisch Prostitution“ gegründet.

Die Beratungsstelle Amalie richtet sich an alle Frauen aus Mannheim und der Rhein-Neckar Region, die in der Prostitution arbeiten.

Mit dem Aussteigerinnen-Programm hilft Amalie, Perspektiven für ein neues Leben zu schaffen und das „Milieu“ zu verlassen.

https://www.amalie-mannheim.de/du-willst-aussteigen/

Gefördert durch:

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Danke

Besonderen Dank an Julia Wege von Amalie, Sascha Koal vom Theater Felina-Areal, Wolfgang Detering für Fotos,  Janna Schimka und Jasmin Ungemach vom Tanzstudio Matrakala, Elisabeth Kaul und Vivian Schöchlin und an alle zahlreichen weiteren Unterstützer und Unterstützerinnen.