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Performance 22.05. um 17:00
auf dem Gelände des Felina-Areals. Bei schlechtem Wetter drinnen bei gutem draussen.

 

Die Tanzperformance Körper der Stadt ist von der Idee inspiriert, dass sich das Alltagsleben im öffentlichen Raum als spontane choreographische Komposition abspielt. 

 

Die temporären Räume zwischen den Gebäuden und den Straßen der Stadt verkörpern eine Art Grenzerfahrung des Dazwischenseins. Sie bieten scheinbar endlose Möglichkeiten sie zu begehen.

Die Körper der Stadt kommunizieren ihre Haltung und Einstellung unablässig durch Bezugspunkte zur Umgebung. Wenn wir gehen, bewegen wir uns durch einen transitorische Raum, wir sind im Übergang, bewegen uns in einem liminalen Raum, um dorthin zu gelangen, wo wir hinwollen.

 

Inwieweit schaffen unsere Bewegungen durch diesen Grenzraum die Stadt selbst?  Der städtische Raum formt uns, unser Handeln, unsere Entscheidungen und unsere Möglichkeiten. Aber auch unsere Bewegungen durch den Raum der Stadt, diese alltäglichen Choreografien, formen die Stadt, sind die Stadt selbst, sind der wahre (lebendige/bewegte) Körper der Stadt.  
 

Mit diesem Projekt wollen wir unseren Blick für die Wunder des Alltags weiter schärfen und gemeinsam mit unserem Publikum Fragen aufwerfen:  Wie nehmen wir eine Ästhetik des Alltäglichen wahr? Oder vermissen wir die Schönheit des Einfachen? Wie orientieren wir uns im Raum? Was ist unsere Beziehung zu ihm? Fühlen wir uns an manchen Orten bedroht oder wo sind wir sicher? Wie können wir vielleicht sogar beeinflussen, was uns stört oder irritiert? Gehen wir allein oder sind wir immer irgendwie verbunden mit anderen? 

Wie kann die  Performance-Event "Körper der Stadt" sich mit der Frage befassen, wie die alltägliche Öffentlichkeit des Straßenlebens als Lernerfahrung funktionieren kann? Wie kann die Figur des Künstlers als Stadtforscher dazu beitragen, einige der Bedingungen und Strategien aufzudecken, die diesem besonderen pädagogischen Rahmen zugrunde liegen? Das Hauptargument wäre, dass die Erfahrung des Miteinanders im öffentlichen Raum eine komplexe Kunst der Einstimmung ist, die es erfordert, dass man lernt, sich von der Andersartigkeit herausfordern und sogar destabilisieren zu lassen, ohne zuzulassen, dass sie so überwältigend wird, dass man die Fähigkeit verliert, sich mit seiner Umgebung zu arrangieren. Wenn wir spazieren gehen und beobachten oder teilnehmen, wird die Stadt zu einem Reflex unsere Seelen, zu einer öffentlichen Bühne, zu einem Prozess des Wahrnehmens und schließlich zu einem kreativen Prozess, der unseren Alltag und unseren Tanz einbezieht und durch den wir die sich entwickelnden Lektionen des Alltags lernen. 

 

Wir erforschen performativ die Art und Weiße: wie die Außenwelt uns ständig beeinflusst, wie wir wahrnehmen, wir uns dagegen wehren oder an dem teilnehmen lässt was verfügbar wird.  Der  Rahmen der Tanzimprovisation, der strukturell auf der improvisatorischen Beziehung zwischen den Tänzern und mit ihrem breiteren Kontext basiert, wir als Plattform und Metapher vorschlagen, um diesen Prozess zu erforschen und zu beschreiben.

Text von Raffaele Rufo/ Catherine Guerin/ Miriam Markl

Körper der Stadt, Premiere 10.04. credits Günter Krämmer
Körper der Stadt credits günter krämmer (8)
Körper der Stadt credits Günter Krämmer (2)
Körper der Stadt credits Günter Krämmer
Probenfotos Körper der Stadt credits Miriam Markl
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Miriam Markl

Konzept, Choreographie, Kostüm, Requisite, Projektleitung

Sie lebt und arbeitet seit 2017 als freie Bewegungskünstlerin in Mannheim und forscht an der Schnittstelle zwischen Kunst und Alltag.

Ihre choreographische Arbeit vermischt sie performative Ansätze und Tanz.

Miriam zeigt ihre Produktionen im Theater, im ländlichen Raum, in Discos und Museen, um Publikum zu erreichen, das sonst eher selten ins Theater geht.

„Antrieb meiner Arbeit ist: Selbstbefähigung meiner selbst, meiner Tänzerinnen und Tänzer, meiner Kooperationspartnerinnen und -partner und des Publikums zum selbstbestimmten Denken und Handeln.“

Ihre Choreographischen Werke wurden in Mannheim, Heidelberg, Berlin, Bamberg und in Rettigheim gezeigt. U.a. kreierte sie 2021 Autonomy of Pleasure welches in Kooperation mit: Amalie - Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution, in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim zu sehen war.

Nach ihrem Tanzstudium, das sie in Nürnberg und Mannheim 2013-2017 absolviert hat, folgten Weiterbildungen und Intensives u.a. im Bereich Improvisation/Komposition.

Als Tänzerin war sie am Theater und Orchester Heidelberg und mehrfach an der Staatsoper Stuttgart engagiert und tanzte für viele freie ChoreographInnen.

Miriam ist außerdem gelernte Schneiderin und arbeitete 2011-2013 freiberuflich und in Festanstellung als Kostümbild-Assistentin u.a. am Gärtnerplatztheater in München.

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Tobias Schmitt

Komposition

schloss 2018 seinen Maste r of Arts Educating Artist an der
Popakademie Mannheim im Hauptfach E Bass (Frank Itt) ab . Seinen BA erwarb er an der Staatlichen Hochschule für Darstellende Kunst Mannheim in den Hauptfächern
Hauptfach: Jazz Kontrabass (Prof. Stabenow), Gehörbildung, Rhythmikunterricht, Klavier, E Bassunterricht.
Neben seinem Engagement in zahlreichen Bands war er 2021 als Komponist tätig für: die Tanzperformance „Spleen“, Choreographie: Catherine Guerin das Theaterstück
„Das Baubo Reenactment“ von Hanna Röhrich und Patricija Bronić (zeitraumexit Mannheim) das Theaterstück „Haus mit Drei Armen“ (Theaterhaus G7).
2018 wirkte er beim Theaterstück „Romeo und Julia
The next generation“, Junges Nationaltheater Mannheim, als Musiker mit.

 

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Catherine Guerin

Outside Eye

Geboren in New York, kam sie nach einer vielseitigen Tanz- und Theaterausbildung 1988 nach Europa. Dort tanzte sie zunächst in verschiedenen deutschen Tanzkompanien und kam schließlich 1991 zu Liz King nach Heidelberg. Seitdem arbeitet sie als freiberufliche Choreografin, Feldenkrais-Praktikerin, Bewegungspädagogin und Performerin. In ihrer Arbeit widmet sie sich der Erforschung verschiedener Aspekte des Zusammenspiels von Tanz, Sprache, Literatur und darstellender Kunst. Sie ist außerdem Gründerin des Performance- und Forschungsprojekts "Choreographie heute" an der Theaterwerkstatt Heidelberg. Im Rahmen dieses Projekts kreierte sie Performances sowohl mit professionellen Tänzern, als auch mit Amateuren. Seit 2015 ist sie Dozentin für Tanz und Bewegung an der Theater Akademie Mannheim.

Team

Performance

 
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Amelia Eisen

Performance

ist in Nevada City, Kalifornien, geboren und aufgewachsen. Seit Mai 2017 ist sie freischaffende Tänzerin, Choreografin, Lehrerin und ganzheitlicher Gesundheitscoach mit Sitz in Mannheim. Amelia trainierte mit Alonzo Kings LINES Ballet in San Francisco, der Kibbutz Contemporary Dance Company in Nordisrael. Sie
hat mit Choreografen und Kompanien in Kalifornien und Deutschland gearbeitet, darunter Michael Bronczkowski, 5elefants tanzkollektiv, Green Flamingo Project, Richard Oberscheven, Taulant Shehu, Luis Sayago, ZiRu Dance Comp any, Kinetech Arts und Project Agora. Ihre eigenen Arbeiten hat sie in San Francisco, Israel und Deutschland präsentiert.
Amelia unterrichtet außerdem Zeitgenössischen und Modernen Tanz und Ganzheitliche Gesundheit in verschiedenen Tanzschulen und Tanzstud ios sowie Profi Training in und um die Metropolregion Rhein Neckar.

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Rouven Pabst

Performance

absolvierte sein ein Bachelorstudium in Zeitgenössischem und
Klassischem Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main 2015. Dort arbeitete er u.a. mit William Forsythe, Regina van Berkel und Marguerite Donlon zusammen.
Als freiberuflicher Tänzer trat er in verschiedenen Musiktheater- und Tanzproduktionen auf, u.a. am Staatstheater Wiesbaden, Nationaltheater Mannheim, Oper Frankfurt,
Opernhaus Zürich/ Théâtre des Champs-Élysées Paris, Salzburger Festspiele und mit der freien Company co>labs.
Momentan ist Rouven in Frankfurt beheimatet und unterrichtet dort Contemporary und Show Dance.

Seit 2020 ist er leitender Dozent in der Tanzlehrer-Akademie des Allge-meinen Deutschen Tanzlehrerverbands e. V. (ADTV) für Contemporary .

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Veronika Kornová-Cardizzaro

Performance

wurde in Prag, Tschechien geboren und absolvierte ihre tänzerische Ausbildung am Tanzkonservatorium in Prag. Ein Stipendium der Tanzstiftung Birgit Keil führte sie an die Akademie des Tanzes in Mannheim. Am Nationaltheater Mannheim war sie 17 Jahre lang Solotänzerin, erhielt im Jahr 2008 den Arnold-Peterson-Preis für herausragende künstlerische Leistungen. Seit 2016 ist sie freiberufliche Solotänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin. Theater Felina-Areal und das Eintanzhaus in Mannheim sind Ihre Hauptwirkungstätten mit zahlreichen Tanzkreationen.

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Elisabeth Kaul

Performance

absolvierte 2009-2012 ihr Studium im Zeitgenössischen Tanz in
England an der Northern School of Contemporary Dance in Leeds. Nach ihrem Abschluss M.A. in Performance Studies an der Universität Hamburg kehrt sie u.a. für Körper der Stadt nach Heidelberg zurück.

Als freischaffende Tänzerin arbeitet sie in den letzten
Jahren unter anderem für das Theater und Orchester Heidelberg und Choreograph*innen wie Catherine Guerin und Eric Trottier.

Mit Miriam Markl arbeitete sie bereits in verschiedenen Projekten als Tänzerin oder Choreographin zusammen.
Außerdem leitet sie seit 2016 das Tanztheater green flamingo project.

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Sarah Herr

Performance

ist Tänzerin, Choreografin, Tanz-/Zirkuspädagogin und Kulturvermittlerin (M.A.) mit dem Schwerpunkten Diversität und Migration.

Ihre Tanzausbildung absolvierte sie an der Schule für Tanz, Improvisation und Performance (TIP) in Freiburg und in den Niederlanden.

Seit 2010 tanzt sie in diversen Ensembles und Tanzcompagnien in den Niederlanden, Israel und in Deutschland (u.a. Tanztheater Gabriela Lang, Tanztribüne Karlsruhe, Dansimprovisatie Iris
van Peppen, Guerilla Dance Haifa, Ensemble Patricia Wolf & Dancers, Sasha Waltz & Guests/ZKM, Compagnie Didier Théron).

Ihre eigene Arbeit ist geprägt von dem Interesse und der Erfahrung in dem Bereichen Instant Compostion, Contact Improvisation, Akrobatik/Partnering und Release-Floor-Work, sowie dem Ansatz Laban-Bartenieff.
Gemeinsam mit Meret Rufener gründete sie 2016 das 5elefants
tanzkollektiv, das seitdem an der Schnittstelle von Tanz, Performance und Bewegungstheater, sowohl als Duett als auch in Kollaboration mit anderen Künstler:innen arbeitet.
Ihre Ausbildung zur Zirkuspädagogin absolvierte sie im ZAK (Köln) und arbeitet seit über 10 Jahren als Zirkuspädagogin und unterrichtet Luftakrobatik, Partnerakrobatik, Jonglage und Bewegungstheater. Als freiberufliche Kulturvermittlerin / Kulturmanagerin gibt und organisiert sie Seminare und Veranstaltungen zu diversitätsbewusster Bildung und arbeitet als Produktionsleitung und Kulturmanagerin für Tanzensembles und freie Tanzschaffende. Sie lebt seit2019 in Mannheim und ist Mutter eines dreijährigen Sohnes.
www.sarah-herr.de /// www.5elefants.com

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